AUSZEICHNUNGEN  SEINE SCHÜLER
Franz Neumanns Leben und Wirken standen im Dienst der Erforschung der Wahrheit. Für Auszeichnungen galt der höchste Maßstab: „Verdienst preisen, wo wirklich Verdienste vorliegen“. Neumann wurde als „Fürst im Reiche der Wissenschaft“ bezeichnet, „wie das Jahrhundert der Menschheit nur wenige spendet.“ Bereits 1826 wurde er zum „Doctor der Philosophie“ ernannt. Es folgten: Außerordentlicher Prof. (1828), Ordentlicher Prof. der Physik und Mineralogie (1829), Prorector Magnificus (1843) oder Dr. med. honoris causa (1844). Er war Korresp.- bzw. Ehrenmitglied zahlreicher europäischer Akademien der Wissenschaften. Zu ihnen zählten Berlin (1833/1858), Petersburg (1838), Wien (1856/1860), Göttingen (1856), London (1862), Paris (1863), Rom (1865), München (1872), Bologna (1873).
Das Büchlein hält zu wenige Seiten bereit, um alle Auszeichnungen zu nennen. Stellvertretend seien genannt:

1854: Rother Adlerorden mit Schleife
1858: Geheimer Regierungsrath
1860: Stimmfähiger Ritter der Friedensclasse des Ordens Pour le Mérite
1864: Rother Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub
1869: Kronenorden II. Klasse
1876: Stern zum Kronenorden II. Klasse
1886: Stern zum Rothen Adlerorden II. Klasse
1887: Verleihung der Copley Medal der Royal Society
1888: Kronenorden I. Klasse mit Stern
1894: Wirklicher Geheimer Rath, Excellenz

Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887)
Physiker: Erarbeitung der „Kirchhoffschen Gesetze“; gem. Erfindung mit Bunsen zur Spektralanalyse des Flammenlichtes
Carl Gottfried Neumann (1832-1925)
sein ältester Sohn. Mathematiker.
Er begründete u. a. Die „Mathematischen Analen“ und die „Neumannsche Methode“
Julius Lothar Meyer (1830-1895)
Chemiker: Er entdeckte parallel zu Mendelejew das Periodensystem;
Forschungen z. B. an Atomgewichten international anerkannt.
Emil Wiechert (1861-1928)
Geo- und Astrophysiker: Erster Professor der Geophysik der Erde;
Leitfähigkeit des Serpentins, Messung des Erdableitungswiderstandes u v.a.m.
Viele Schüler von Franz Neumann wurden weltbekannt. Vier von ihnen sind hier abgebildet. Die Entwicklung aller Teilbereiche der Mathematischen Physik geschah mit und über Franz Neumanns Schüler. Von ihnen bearbeitet, liegen sieben Bände der Vorlesungen des großen, bescheidenen Wissenschaftlers vor. Franz Neumann war nicht nur ein Vermittler, sondern ein Multiplikator in der Königsberger Tradition, die von
E. Kant, K. G. Hagen, F. W. Bessel und anderen begründet wurde.
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