Es ist unglaublich, phantastisch, alles ist da, praktisch unversehrt,
  alles liegt noch genau dort, wo ich es vor fünfzig Jahren vergraben
  habe. Der Schatz! Das ganze, von meinen Vorfahren aus dem 19.
  Jahrhundert stammende Silber und Porzellan, das meine Mutter mir
  vererbt hat. Alles, was in jener Zeit nötig gewesen war, um die
  gekrönten Häupter angemessen zu bewirten.

  Ich bin derjenige, der die Initiative ergriffen hatte, all das, was damals
  noch zu retten war, zu vergraben, und der jetzt noch am Leben ist, um
  unser Familienerbe wieder in Besitz zu nehmen. Ein Erbe, das erst
  die Begehrlichkeit der Russen weckte, dann die der Machthaber im
  kommunistisch regierten Deutschland und in jüngster Zeit auch die
  der demokratischen Regierung des wiedervereinigten Deutschlands;
  ein Erbe, nach dem die letzten fünfzig Jahre gesucht worden war.

  
 
Fotos "Schatzsuche" (Seite 25 - 29): Dr. Eberhard Lasson                                    Skizze aus: "Vergraben im märkischen Sand"