Zahlreiche berühmte Aufführungen, so z. B. von Goethes "Faust" mit der Musik des Fürsten Anton von Radziwill oder Felix Mendelssohns Vertonung der "Antigone" von Sophokles in der Übersetzung von Ludwig Tieck und nicht zuletzt die Berliner Erstaufführung der "Hugenotten" von Giacomo Meyerbeer, einem Freund des Hauses Redern, sind durch seine Aktivitäten zustande gekommen.

Giacomo Meyerbeer  3)

Felix Mendelssohn Bartholdy  4)
Nach dem Tode Friedrich Wilhelms III., der den jungen Adeligen schätzte und förderte, begannen unangenehmere Zeiten für den ehrgeizigen Redern. Mit dem Beginn der Regierungszeit Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1840 setzten Spannungen in verschiedenen Phasen und unterschiedlicher Intensität ein, die das Verhältnis zwischen dem Monarchen und dem Staatsdiener für beide Seiten zeitweilig recht schwierig gestalteten. 
  1842 führten insbesondere die Auseinandersetzungen mit den Ansprüchen des selbstherrlichen, aber vom König geschätzten Generalmusik- direktors Gasparo Spontini zur Beendigung des Generalintendantenamtes der kö niglichen Bühnen. Redern wurde mit anderen Aufgaben betreut und Intendant der Hofmusik, im Rahmen derer er u.a. die Kirchenmusik, insbesondere den Domchor sowie die Militärmusik zu betreuen hatte. Auch in  diesen Bereichen machte er bis zu seinem Lebensende seinen Einfluss geltend.

Im politischen Leben erwies er sich als loyaler Vertreter der preußischen Monarchie, ohne jedoch eine gewisse kritische Haltung bei einzelnen Tages- fragen und grundsätzlichen Problemen aufzugeben. Die Sonderinteressen des preußischen Adels vertrat er, auch gegenüber den drei Monarchen, unter denen
er seine Ämter ausübte, mit Nachdruck.
Dennoch war die Monarchie für ihn die einzig akzeptable Staatsform, die er in den politischen Auseinandersetzungen vor allem der Revolutionszeit um 1848 gefährdet sah.

Vor allem bereitete ihm die Ein- stellung Friedrich Wilhelms IV. gegenüber den anstehenden Verfassungsfragen große Sorgen, weshalb er versuchte, mit einer politischen Denkschrift Einfluss auf ihn zu nehmen. Am 22. Februar 1848 schrieb er, der König möge zur Vorbeugung des "Untergang(s) der Throne" die Annahme der Kaiserwürde noch einmal überdenken:

Preußen aber ist durch Macht, Intelligenz und Lage berufen, die Hegemonie über Deutschland zu führen. Bei den hervorragenden Eigenschaften Friedrich Wilhelms, seiner anerkannten Liebe zu Deutschland, ist für Preußen der Schritt zur deutschen Kaiserkrone, heute ein leichter.

Dennoch blieben solche Versuche im gebotenen Rahmen und haben, soweit feststellbar, nicht zu einer Verstimmung zwischen Redern und seinem Herrn geführt.

Viele Auszeichnungen und Orden sowie sein Amt als hoher Hofbeamter, zuletzt als Obersttruchseß, weisen darauf hin, dass an seiner Loyalität grundsätzlich nicht gezweifelt wurde.