Zur Eröffnung der "Glambecker Claviermusiken"
"Das Clavierfestival der Schorfheide" am Samstag, 20. Juni 2009, 15 Uhr
 

Grußwort
Liebe Gäste aus nah und fern, liebe Musikfreunde,
Konzerte von höchster musikalischer Qualität an einem außergewöhnlichen Ort - das macht den besonderen Reiz der Glambecker Claviermusiken aus. Landschaft und Musik verschmelzen hier zu einer wundervollen Einheit. Die Schönheit des Landes und die Gewalt der Töne berauschen Gemüt und Sinne in ganz einzigartiger Weise. Das Musik-Erleben ist hier einfach anders, hautnah, intensiv, unmittelbar- persönlich. Das kleine, feine Forum für die große Tonkunst ist eben ein Juwel. Höchst fulminant geht es gleich los, wenn das epochale Tasten-Genie Ulugbek Palvanov am 20. Juni die Konzertreihe eröffnet. Danach folgen dann weitere hervorragende Künstler und wahrhaft musikalische Edelsteine der Klaviermusik, bitte entnehmen Sie diese dem Programm.
Unser hoher Dank für all dieses gebührt vor allem der rührigen und charmanten „Chefin“, Macherin und Seele des Ganzen, Frau Heimtraud Eichhorn. Herzlich gedankt sei an dieser Stelle auch Frau Renate Berkmann und allen Helfern, wie den finanziellen Förderern der Glambecker Konzerte. Freuen wir uns auf einen weiteren Sommer mit unvergesslichen musikalischen und menschlichen Begegnungen.
Ihr Prof. Dr. Andreas Beurmann
Schirmherr der Glambecker Claviermusiken



Das Instrument
Die Glambecker Claviermusiken verfügen mit ihrem Konzertflügel über eine besondere Attraktion. Anfang der 1860er-Jahre von Theodor Steinweg erbaut, gehört er zu den ersten „modernen“ Konzertflügeln. Seit 2005 gehört er zum "Konzertinventar". Das Festival besitzt auf diese Weise ein Instrument, auf dem das gesamte Klavierrepertoire bis hin zur Moderne darstellbar ist. Der Flügel unterscheidet sich jedoch deutlich von den heute gebauten Steinway-Flügeln, die zur Standardausstattung vieler Konzertsäle geworden sind. Er bildet gewissermaßen eine Brücke zwischen der Geschichte des Hammerklavierbaus und der Gegenwart. Nach einer Komplettüberholung durch Stefan Schafft, einen der besten Klavierbauer und -restauratoren überhaupt, steht ein technisch einwandfreies Instrument zu Verfügung, das seine Eigenheiten behalten hat. Mit seinem relativ schwergängigen Anschlag sperrt es sich gegen hohle, seelenlose Brillanz. Zirzensische Virtuosität, unpersönliches und leeres Spiel ist auf diesem Flügel nahezu unmöglich. Er setzt Interpreten voraus, die in der Lage sind, sich auf seinen volltönigen, raumfüllenden und grundtönigen Klang einzulassen, und verlangt von den Pianisten ein Höchstmaß an Sensibilität und Flexibilität. Vorbereitete Interpretationen müssen angepasst werden; der Flügel will geradezu überzeugt werden. Dann jedoch bietet er eine klangliche Vielschichtigkeit, die vielen heute gebauten Klavieren fehlt. Wer einmal das Innere des Instruments, seine „Seele“ erkundet hat, kommt auch deswegen immer gerne wieder nach Glambeck. 
  Andreas Göbel, Pianist 

 

Der Musiker 
Ulugbek Palvanov - Einfach virtuos!
„Vergiss Horowitz, tritt Lang Lang in die Tonne; höre Dir lieber einmal Ulugbek Palvanov an und engagiere ihn! Du wirst begeistert sein“. Etwas despektierlich, ohne nun andere schlecht zu machen, aber …!
Das waren einmal die Worte eines gewissen Musikwissenschaftlers und Rundfunkmoderators gegenüber dem Tasteninstrumentensammler und dem einen Schirmherren der Glambecker Claviermusiken Andreas Beurmann in bezug auf ein Konzert in Hamburg und später dann Konzerten auf Schloß Hasselburg, wo Leonard Bernstein, Yehudi Menuhin, Swatislaw Richter, Justus Franz u.v.a. Größen der internationalen Musikszene ein und aus gingen und gehen bzw. konzertieren.



Es sollte stimmen, denn Ulugbek Palvanov erreichte dort beim Publikum „standing ovations“, wie sonst nur ganz wenige. Bei einem Konzert wurde darauf spöttelnd hingewiesen, dass Ulugbek Palvanov nicht 2, sondern 3 Hände habe. Eine Besucherin meinte in der Konzertpause, dass sie belogen worden sei, denn es wären doch wohl 4 Hände. Ulugbek Palvanov verkörpert den Höchststand an Virtuosität. Er ist von einer brillianten, feinnervigen und differenzierten Qualität, wie man sie nur selten erleben kann. Und dabei wollte er – laut eigener Aussage – als Kind lieber Fußball als Klavier spielen. Schon als 10-Jähriger galt er als bester Interpret von John Cages Klavierstück „4:33“.
In der Internet-Enzyklopädie „Wikipedia“ ist unter Ulugbek Palvanov (*1974 Urganch, Usbekistan) zu lesen: „Er erhielt mit fünf Jahren Klavierunterricht, studierte am staatlichen Konservatorium Taschkent und am Tschaikowsky-Konversatorium in Moskau. 1997 setzte er sein Studium in Berlin bei Prof. Klaus Baessler an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und danach bei Prof. Klaus Hellwig an der Hochschule der Künste fort. Ulugbek Palvanov gewann den 1. Preis beim Steinway-Wettbewerb in Berlin sowie andere bedeutende Auszeichnungen in Portugal, Italien und in Israel. Er konzertierte in Europa, in den USA, in Japan – unter anderem mit dem Moskauer Philharmonischen Orchester und dem Israelischen Philharmonischen Orchester.“
Sein Repertoire hat den Schwerpunkt auf der Klavierliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts, das ist die Zeit der großen „Tastenlöwen“. Zumeist sind es die hochvirtuosen Werke, die fast schon als unspielbar gelten. So beispielsweise der „Danse macabre“ von Camille Saint Saens. Ursprünglich für zwei Klaviere komponiert, von Franz Liszt für ein Klavier arrangiert und dann noch von Vladimir Horowitz weiter „verfeinert“ bzw. erschwert. Die Werke von Franz Liszt und Sergej Rachmaninov gehören ebenfalls zu den Klavierkompositionen höchster Virtuosität.
Robert Schumann schrieb einst über Johannes Brahms als Komponisten und Pianisten: „Das ist der, der kommen musste!“, womit er Recht behielt.
  Heiko Schwichtenberg, 

 
Info, Platzreservierung und Buchung von Kurzreiseangeboten anlässlich der Konzerte am 18.07., 15.08., 19.09., 04.10., 17.10. und 21.11. unter 'Konzertangeboten', info@glambeck-schorfheide.de bzw. 0160 - 92982072.

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