Glambeck ist ein kleines Dorf am Rand der Schorfheide. Wer die
Brandenburgischen Dorfkirchen liebt, wer sich für Geschichte und
Kultur interessiert und wer in der Natur Erholung sucht, der sollte
ruhig in dieses kleine Dorf fahren.
Denkmalgeschützte Bauten wie die Dorfkirche, der Taubenturm
oder ein Eiskeller im Schlosspark inmitten ursprünglicher Natur
geben dem Ort seinen Charakter. |
 |
|
Der Name Glambeck geht zurück |
Bischof Huber und Anselm Telle |
|
auf eine ursprünglich slawische Gründung am "Tiefen See". Die Geschichte des
Dorfes wurde über Jahrhunderte hinweg durch die Zisterzienser geprägt. Die
Glambecker Mühle befand sich im Besitz des Klosters Chorin. Nach der Enteignung
des Klosterbesitzes fiel Glambeck an den uckermärkischen Adel. Die Geschichte
des Ortes ist wechselvoll. Bis 1861 wurden 30 Gutsherren registriert. Das Glambecker
Gutshaus blieb bis 1945 im Besitz der Familie von Redern. Als 1945 die SS
eine Autobahnbrücke sprengt, entstanden an der Glambecker Kirche Schäden. |
Während der DDR-Zeit verfiel das Herrschaftshaus nach und nach und wurde 1982
"abgerissen". Auch die Dorfkirche musste wegen Baufälligkeit geschlossen werden.
Das öffentliche Leben sollte wohl nicht gefördert werden, weil das Gebiet um
Glambeck seit den 60er Jahren als Sonderjagdgebiet der Staatssicherheit genutzt
wurde. Doch nach 1990 konnten die verbliebenen Bau- und Naturdenkmale durch
vielfältige Initiativen zurückgewonnen und saniert werden. Durch den Dorfkirchen-
Sommer in Brandenburg, durch Ausstellungen und Konzert-Reihen ist das öffentliche
Leben nach Glambeck zurückgekehrt.
Die kleine Glambecker Kirche kann heute zu Recht als eine Kultur-Adresse
gelten, die Sie sich notieren sollten! |
Seit dem Pfingstsonntag ist die Fachwerkkirche Glambeck die erste Fahrrad-Kirche
im Barnimer Land. |
Es gehört bereits zu den biblischen Einsichten, dass die Hauptstadt Jerusalem nicht
alles für sich beanspruchen konnte. Die Bibel nimmt in zahlreichen Erzählungen Partei
für die Kleinen und Schwachen. Das Matthäus-Evangelium überliefert uns, dass Maria
ihren Sohn Jesus gerade nicht in einem Palast in der Hauptstadt gebar. Jesus
wurde in Bethlehem, einem kleinen und nicht besonders bedeutungs-vollen Ort bei
Jerusalem geboren. Bethlehem, das war so ein Ort wie Glambeck.
Der Prophet Micha hatte es bereits so angekündigt: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist
keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus der wird kommen der
Fürst, der mein Volk Israel weiden soll. |
 |
|
Wer Erholung und Entspannung sucht und in der freien Natur etwas für Körper, Seele
und Geist tun will, ist im Berliner Umland gut aufgehoben. Der Dorfkirchen-Sommer
in Brandenburg gehört zu den verlockenden Anlässen dafür.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag. Bleiben Sie behütet!
Bischof Wolfgang Huber |
|
|